Die Definition von Aphasie lautet:

Eine erworbene Störung der Sprache in allen Modalitäten nach vollzogenem Spracherwerb infolge einer umschriebenen Hirnschädigung.

(nach Wallesch 1986)

Das klingt sehr komplex, und heißt so viel wie "das Verstummen des Sprachvermögens, der Mimik oder Artikulationsvermögens nach einem Schlaganfall".

Für den Lebensalltag bedeutet es oft Chaos, Hilflosigkeit und einen vollkommenen Neuanfang was die Orientierung und Kommunikation mit dem Lebensumfeld angeht. Hierbei zählen alle Teilnehmer des Lebensalltags dazu, die Familie, Ärzte, Freunde, Therapeuten.

Wie sich eine Aphasie darstellt, erzähle ich ihnen im folgenden Abschnitt.

Es gibt 4 grundsätzlich verschiedene Formen der Aphasie, je nach Gehirnbereich, in dem der arterielle Verschluß im Gehirn stattgefunden hat (oder die Gefäßwandschädigung).

  • Amnestische Aphasie (reine Wortfindungsstörung; unterschiedliche Ursachen, Zuordnung einer bestimmten Gehirnregion nicht eindeutig)

  • Broca-Aphasie (Unflüssige Sprache, Telegrammstil; Schädigung in der linken Hirnhälfte, motorische Sprachregion, Arteria praerolandica)

  • Wernicke-Aphasie (hektischer überfließender Sprachfluß; Schädigung im hinteren Abschnitt der linken Schläfinwindung-Arteria Temporalis posterior)

  • Globale Aphasie (betroffen sind alle Bereiche des Sprach- und Sprechvermögens, Gestik, Mimik; Verschluß der mittleren Hirnarterien, Arteria cerebri media)

      

 Da die Ursache eines Schlaganfalls zu 85% aufgrund einer mangelhaften Durchblutung der Arterien beruht, empfehle ich zusätzlich ein Beratungsgespräch zum Thema Ernährung. Eine Adresse hierfür finden sie auf der Seite "Specialities".